Ausbildung
Workshop „Leistungsfähig sein & bleiben“
Im Rahmen eines Workshops zur Burnout-Prävention, der sehr gut besucht war, erläuterte Fr. Mag. Marcella Liberti, Arbeitspsychologien, sehr anschaulich und praxisbezogen die verschiedenen Aspekte dieser Thematik. Wir konnten feststellen, dass alle Teilnehmer mit Burnout – sei es im privaten oder beruflichen Umfeld – schon konfrontiert waren. Internationale Studien zeigen, dass 25 % aller Fach- und Führungskräfte durch Burnout gefährdet sind. So sind 2008 weltweit ca. zehn Millionen Tage Arbeitsausfall durch Burnout zu beklagen gewesen, wobei damit ein volkswirtschaftlicher Schaden von 24,5 Mrd. EURO entstanden ist.
Diese kaum fassbaren Zahlen belegen, dass die Auseinandersetzung mit diesem Thema sowohl in unserer Gesellschaft, als auch in unseren Betrieben von hoher Bedeutung ist. Denn es trifft die besonders Engagierten, Leistungs- und Pflichtbewussten, Dynamischen und Hilfsbereiten. Menschen, mit grundsätzlich positiven Persönlichkeitsmerkmalen, wie wir sie uns in den Unternehmen als Mitarbeiter nur wünschen. Mitarbeiter, die vor Energie sprühen – und die gerade deshalb Gefahr laufen, sich selbst zu überfordern und Opfer ihrer eigenen Ansprüche zu werden.
Fr. Lberti erläuterte im Detail die verschieden Eskalationsphasen eines Burout-Prozesses; dabei steht am Schluss immer die völlige Erschöpfung, der totale Zusammenbruch mit teilweise sehr langwierigen und schwierigen Heilungsverläufen. Sie wies auf typische Merkmale des Burnout-Syndroms wie Stress, Gereiztheit, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Verdauungsproblemen oder das Auftreten von Hörgeräuschen hin. Halten diese negativen Stimmungen und körperlichen Probleme wochenlang an und kommt noch eine grundsätzliche Unlust an der Arbeit sowie an sozialen Aktivitäten dazu, dann besteht für jeden Betroffenen aber auch für jede Führungskräfte in Hinblick auf den betroffenen Mitarbeiter Handlungsbedarf. Fr. Liberti betonte, dass nach jeder Stressphase, die oft berufliche Realität ist und auch in einem vernünftigen Ausmaß jeden von uns zu besonderen Leistungen antreiben kann, eine Entspannungsphase kommen muss. Damit kann „Körper und Geist“ wieder Energie tanken und sich neuen Aufgaben und Herausforderungen widmen. Als Führungskräfte werden wird bei diesem Thema sehr stark in die Verantwortung genommen, denn ein Gefühl der Zugehörigkeit, die Erfahrung von Wertschätzung, ein entspanntes Arbeitsklima, klare Zielvorgaben und eine offene Kommunikation sind wesentliche Faktoren für die Vorbeugung gegen Burnout.
Günter Wehinger,
Leiter Arbeitsgruppe „Vpackademie“


